Was gehört in ein KI-Inventar?
Ein vollständiges KI-Inventar enthält mindestens: Toolname und Anbieter, Einsatzzweck und betroffene Abteilungen, Nutzerzahl und interne KI-Ansprechperson, Angaben zu personenbezogenen Daten (welche Daten werden verarbeitet?), Angaben zur Entscheidungswirkung (werden auf Basis des Tools Entscheidungen getroffen?), die Risikokategorie nach EU AI Act sowie offene Fragen und nächste Schritte. Bei riskanteren Nutzungsszenarien kommen Nachweise, Bewertungen und Vendor-Dokumentation hinzu.
Warum nicht Excel?
Excel ist ein verbreiteter Startpunkt, stößt aber schnell an Grenzen: keine Rollen und Zugriffsrechte, keine Nachweisstruktur für Schulungen, keine Exportfunktion für Audits, keine Verknüpfung mit Kursen oder Zertifikaten und kein zentrales Tool für Teams. Wer mehrere Abteilungen hat oder regelmäßig neue KI-Tools einführt, braucht früher oder später eine strukturiertere Lösung. DocKI macht aus der Tabelle eine laufende Akte.
Für wen ist das relevant?
Relevant ist ein KI-Inventar für jedes Unternehmen, das KI-Systeme oder KI-Funktionen einsetzt – unabhängig von der Größe. Besonders betroffen sind KMU, Agenturen, Kanzleien, Dienstleister und Betriebe, die ChatGPT, Microsoft Copilot, Gemini, DeepL, KI in CRM, HR-Software, Buchhaltung oder Support-Tools einsetzen. Auch wenn die eigene Software KI-Funktionen enthält (z. B. automatische Analyse, Scoring oder Personalisierung), sollte das erfasst werden.
Risikoeinschätzung als Orientierung
DocKI bietet eine geführte Risikoeinschätzung auf Basis von Einsatzzweck, Datenbezug und Entscheidungswirkung. Das Ergebnis ist eine farbliche Risikoeinstufung (niedrig, mittel, hoch), die als erste Orientierung dient – nicht als rechtliche Bewertung. Damit sehen KMU auf einen Blick, welche Tools einer genaueren Prüfung bedürfen und wo die Nutzung unkritisch ist.
Beispiel: So sieht ein KI-Inventar-Eintrag aus
Ein typischer Eintrag: ChatGPT Team, Anbieter OpenAI, Nutzung im Marketing für Textentwürfe, keine Eingabe sensibler Kundendaten erlaubt, verantwortlich: Marketing-Leitung, Schulung erforderlich: KI-Basiskurs und interne Prompting-Regeln, Review alle 6 Monate. Genau diesen Eintrag legt man in DocKI an – inklusive Risikoampel, Schulungsverknüpfung und Exportfunktion.
Inventar und Schulungen verbinden
Das KI-Inventar ist in DocKI direkt mit dem Schulungsmodul verknüpft. Für jedes Tool kann hinterlegt werden, welche Schulungen oder Einweisungen für Mitarbeitende vorgesehen sind. So entsteht eine vollständige Dokumentation: Wer nutzt welches Tool, mit welcher Kompetenz und welchem Nachweis. Beides – Inventar und Schulungsakte – landet im Audit-Export.